Wärmetherapie

Bei der Wärmetherapie handelt es sich um eine Form der Thermotherapie, bei der Wärme verschiedenen Ursprungs zur Behandlung vonSchmerzen und nicht-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt wird.

Von Seite des Patienten wird Wärmetherapie überwiegend als angenehm, entspannend und belebend erlebt und gerne in Anspruch genommen. Eine wichtige Wirkung von Wärme ist die Entspannung der Muskulatur Durch Wärmetherapie wird der körpereigene Stoffwechsel angeregt. Die positive Wirkung entfaltet sich dadurch, dass in erwärmten Geweben der Sauerstofftransport sowie die Nährstoffaufnahme bzw. die Abgabe von Abbauprodukten steigen. Auch soll durch den Temperaturanstieg im Gewebe die Immunabwehr gesteigert werden.

Für die Wärmetherapie stehen verschiedene Verfahren wie Infrarottherapie, Körnerkissen, heiße Rolle oder Moorpackungen zur Verfügung.

 

Indikationen:

– chronische Schmerzen

– Muskeltonussenkung

– Stoffwechselsteigerung

– Verbesserung der Dehnbarkeit

– Entspannung

 

Nicht angewendet werden sollte die Wärmetherapie bei akuten Entzündungen.

 

 

Kältetherapie

Je nachdem, wie lange ein Kältereiz auf Haut und Muskulatur einwirkt, ist die Wirkung unterschiedlich. Bei kurzzeitiger Kälte (bis 5 Minuten) wirkt die Kälte schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) wirkt Kälte sogar entzündungshemmend.

Die Kälte verringert die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize. Das gilt auch für die Muskulatur. Zudem werden bei längerer Kühlung die Erschlaffungsphasen der Muskeln verlängert und so die Spannung gesenkt, so dass sich Muskelverspannungen und Verkrampfungen lösen. Kurze Kälteimpulse dagegen steigern die Muskelaktivität.

In den Blut- und Lymphgefäßen wird die Durchblutung von der Kälte vermindert, da sich die Gefäße verengen und weniger Blut zirkulieren lassen. In den Venen erhöht sich dagegen der Blutfluss. Dadurch kommt es zu einer Förderung des Abflusses von Ödemen (Schwellungen). Außerdem wird der Stoffwechsel im gekühlten Gewebe herabgesetzt.

Auch hier stehen verschiedene Verfahren wie zum Beispiel Eislollys, Kühlpacks oder kaltes Wasser zur Auswahl.

 

Indikationen:

– akute Traumata

– akute Entzündungen

– zur Schmerzlinderung

– Muskeltonusförderung

 

Nicht angewendet werden sollte die Kältetherapie direkt auf Tumoren, bei einer noch nicht abgeklärten Muskelatrophie und bei Überempfindlichkeit der Haut.